Jade-Race – Juli 2019

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Nach dem Reifendebakel vom letzten Jahr waren wir dieses Jahr bestens gewappnet, um anzugreifen. Wir sind bereits am Donnerstag angereist um Freitag entspannt in den ersten Tag des JADE-Race starten zu können. Um 22 Uhr am Sammelplatz angekommen, gab es leider noch etwas Wartezeit, bevor die ersten LKW mit Auflieger und danach die Gespanne nach und nach auf den Flugplatz und das dortige Fahrerlager geführt wurden. Zu unserer Freude hat es kurz vor Abfahrt dann auch noch angefangen zu nieseln, aber glücklicher Weise dauerte der kleine Schauer nicht all zu lange und wir konnten ohne Wasser von oben mit dem Aufbau unseres Fahrerlagers anfangen. Im Bett waren wir letzten Endes gegen kurz nach 3:00 Uhr und haben die erste Nacht, auch wegen zweier Einsätze eines auf dem Flugplatz stationierten Hubschraubers, nur kaum schlafen können. Am Freitagmorgen stand zunächst die technische Abnahme an und Glücklicherweise haben wir einen der technischen Kommissare auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz angetroffen und uns „Insiderwissen“ verschafft, wodurch wir als erstes durch die technische Abnahme kamen und einen doch recht entspannten Morgen hatten. Um 12:30 Uhr ging es dann zur Fahrerbesprechung und ab 14:00 Uhr haben die Fahraktivitäten in Form von Qualifikationsläufen angefangen. Nachdem wir unseren ersten Qualilauf völlig vermurkst hatten trat im zweiten Lauf das absolut Unerwartete ein und wir sind mit einer Zeit von 10,819 Sekunden eine absolute Bestzeit gefahren. Eineinhalb Zehntel schneller als letztes Jahr bei den NitrOlympX und mit 206,30 km/h über 6 km/h schneller im Topspeed als je zuvor. Natürlich stand zusätzlich zur neuen Bestzeit auch „Breakout“ auf dem Timeslip und auch dieser Lauf war für uns nicht verwertbar. Beim dritten Qualilauf hatten wir dann endlich eine Zeit, die uns aber lediglich ins hintere Mittelfeld gebracht hat. Den vierten Qualilauf haben wir ausgesetzt und sind stattdessen ans Meer gefahren und fanden es tatsächlich auch vor, nicht wie im letzten Jahr als wir bei Ebbe dort waren.

 

Am Samstag stand somit unser vierter Qualilauf an und wir haben uns zwar verbessern können, jedoch nicht Platztechnisch und es traten Getriebeprobleme in Form von einem verzögerten Schalten in den 3. Gang ein. Das gleiche Problem trat auch bei unserem fünften Qualilauf auf, dennoch konnten wir uns weiter an unseren, natürlich angepassten, Index heranfahren. Zwischen den beiden Läufen am Samstag hatten wir mit starken Böen und zusätzlich einsetzendem Regen zu kämpfen. Wir mussten unser Fahrerlager nahezu komplett abbauen und sind für die Nacht von Samstag auf Sonntag in Hotel „ausgewandert“. Am Sonntagmorgen gab es noch einen weiteren Qualilauf, für uns Nummer 6. Da in diesem Lauf der 3. Gang wieder sauber reinging hieß es am Ende erneut Breakout und wir haben uns letztlich, mit einer Zeit von 0,105 Sekunden zum Index, auf Platz 18 von 38 Fahrerinnen und Fahrern qualifiziert. Im 1/16-Finale mussten wir somit gegen Platz 3 aus der Qualifikation, den Sunset Racer Tom, antreten. Er hatte sich zuvor mit einer Zeit von 0,003 zu seinem Index qualifiziert. Durch einen guten Start und zusätzliche Probleme bei seinem Start konnten wir ihn aber mit einem ordentlichen Abstand von 0,393 Sekunden schlagen. Der Abstand war sogar so groß, dass wir kurz vor dem Ziel vom Gas gegangen sind, um einen Breakout zu vermeiden. Im 1/8-Finale hieß unser Gegner Freek Teeuwen, ein Fahrer aus der in die ProET eingegliederten Street ET, der seinen Index auf 13,000 Sekunden gesetzt hatte. Somit gab es für Lucille fast zwei Sekunden Wartezeit an der Ampel und als dann noch der 3. Gang wieder nicht sofort nach dem Schaltvorgang reinging und sie für kurze Zeit im Begrenzer gefahren ist, haben wir uns gedanklich schon verabschiedet. Doch nichts da, wir waren eine Runde weiter, da Freek einen Breakout von 0,001 Sekunden gefahren ist. Puuhhh, noch mal Schwein gehabt. Nachher hat er uns erzählt, dass er aber auch gehörig vom Gas gegangen ist, sein Auto schafft normal eine Zeit von 12,5 Sekunden. Im 1/4-Finale gab es dann ein Camaro Duell der Generationen 3rd Gen. gegen 5th Gen. und durch ein Rotlicht von 0,019 Sekunden haben wir uns selbst aus dem Wettbewerb geschossen. Unser Gegner fuhr einen Breakout von 0,005 Sekunden, hat am Start jedoch gut 3 Zehntel Sekunden langsamer reagiert und wir hätten den Lauf locker gewonnen. Wenn, ja wenn da nicht das böse rote Licht an der Ampel angegangen wäre.

 

Unser Fazit für unser 2. Jahr Drag Racing am Jade Busen? Absolut spitze, sympathisch, top organisiert und danken den Machern Michael und Iris Behrens, André Martens, Franziska Bickschlag und der gesamte JADE-Race Crew. Ebenso einen top Job hat René Kloss als Rennleiter absolviert. Mal abgesehen von Sturm und Regen am Samstag haben wir uns pudelwohl gefühlt, die neue Strecke ist der Hammer und schon jetzt verdammt schnell. Wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr.

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